Wohnen ohne Auto

Duplikat von Übersicht über autofreie Wohnprojekte

Übersicht

Eine sehr schöne, umfangreiche und reich bebilderte Übersicht über ökologische Siedlungen, ergänzt durch Literatur, Softwaretools usw., hat Holger Wolpensinger unter www.oekosiedlungen.de zusammengestellt. Hier ist z.B. auch ein "ranking" der Bundesländer mit den meisten ökologischen Wohnprojekten zu finden. Auffallend deutlich führt da übrigens Baden-Württemberg, während die neuen Bundesländer doch ganz offenbar noch Aufholbedarf haben. Auch diese Übersicht ist leider nicht mehr aktuell.

Rechtliche Absicherung autofreier Projekte

Vorbemerkung

Eine der ersten Fragen bei der Realisierung autofreier bzw. -reduzierter Wohnprojekte ist paradoxerweise die Diskussion der Folgen eines möglichen Scheiterns, "wenn doch viele (spätere) Bewohner ein Auto anschaffen". Insbesondere die Kommunen haben ein großes Interesse an einer langfristigen Planungssicherheit bei einem überschaubaren Verwaltungsaufwand und verlangen nach eindeutigen "Havarie-Konzepten".

So wurden in den autofreien Projekten in Deutschland zum Teil sehr unterschiedliche Regelungen entwickelt, um die Autofreiheit langfristig zu sichern. Obwohl die ersten Projekte mittlerweile schon fast 10 Jahre bestehen, kam es bisher noch zu keinen Rechtsstreitigkeiten bzw. Gerichtsurteilen, so dass sich die Regelungen durchaus bewährt haben. Dabei ist sicherlich auch zu berücksichtigen, dass jemand, der einen Vertrag abschließt, sich in der Regel auch daran hält.

Bauen für die Zukunft

Bauen für die Zukunft: mobil, flexibel, autofrei

Dokumentation eines Seminars am 19. November 1997 im Bauzentrum München.

 

Autofreies Wohnen ist machbar. Dies zeigen konkrete, in Realisierung befindliche Projekte, über die von Experten bei einer Tagung im Herbst 1997 in München berichtet wurde. Die als Dokumentation vorliegenden Beiträge der Fachleute aus Planung, Wohnungswirtschaft, Verwaltung und Recht zeigen: entscheidend sind die gründliche Analyse der Bewohnerwünsche, Sorgfalt bei der Standortwahl und ein Marketingkonzept, das den hohen Wohnwert und die städtebauliche Qualität bei gleichzeitiger Kostenersparnis herausstellt. Die Beiträge machen aber auch den Reformbedarf im Planungsrecht deutlich und enthalten praktische Tipps zu Finanzierungsmodellen, zur rechtlichen Ausgestaltung und zum Umgang mit Behörden.

 

Modell Riem

Vorwort

Knapp ein Viertel der Münchner Haushalte kommt ohne eigenes Auto aus - und trotzdem bieten weder Stadtplanung noch Wohnungswirtschaft Konzepte an, die den Bedürfnissen dieser Zielgruppe gerecht werden. In anderen Großstädten ist die Situation ähnlich.
Die Münchner Initiative "Wohnen ohne Auto" will dieser autozentrierten Stadtentwicklung entgegenwirken und hat in München-Riem zusammen mit der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) "Autofrei wohnen", der Genossenschaft WOGENO und der Landeshauptstadt ein Modellprojekt entwickelt.

Der Standard
Im Normalfall muss für jede neu gebaute Wohnung in München mindestens ein Auto-Stellplatz nachgewiesen werden. Dies hat zur Folge, dass die Kosten für Stellplätze auf alle Wohnungen umgelegt werden, und so zahlen auch jene Bewohner für die Autos, die selbst keines besitzen.

Autofreies Wohnen in der Messestadt Riem ein voller Erfolg

Bewohner-Befragung zeigt große Zufriedenheit mit dem Modell „Wohnen ohne Auto“ in der Messestadt Riem

Mittlerweile leben über 100 Haushalte in autofreien oder autoreduzierten Projekten in der Messestadt Riem . Um Informationen zu ihrer Alltags- und Wohnsituation zu sammeln, führte die Initiative „Wohnen ohne Auto“ 2007 eine schriftliche und mündliche Bewohner-Befragung durch. Die Ergebnisse liegen nun vor.

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Thesenpapier: Autofreies Wohnen – Alternative Mobilität

Wer ist die Initiative „Wohnen ohne Auto“?

„Wohnen ohne Auto“ ist eine Initiative von Münchner Umwelt- und Verkehrsverbänden, die 1995 gestartet wurde. Ausgangspunkt war die Überlegung, dass es einerseits viele Haushalte gibt, die über kein eigenes Auto verfügen und damit ihre Mobilität in einer überdurchschnittlich umweltfreundlichen Weise organisieren, dass aber andererseits Stadtplanung und Wohnungswirtschaft diese Gruppe ignorieren. Die Initiative versteht sich eher als Vermittlerin zwischen den Akteueren und will Projekte „anschieben“; sie tritt selbst nicht als Bauherr auf.

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Wohnen ohne Auto: Novelle der Bayerischen Bauordnung

(in Nahfairkehr des VCD KV München, Nr. 1, April 2004)

Zuerst die gute Nachricht: Das dritte autofreie Wohnprojekt in der Messestadt Riem ist nun endlich in Bau und schon diesen Sommer werden die ersten Familien einziehen können. Die schlechte Nachricht: Bei der Verwirklichung andere autofreier bzw. autoarmer Bauvorhaben, wie z. B. am Ackermannbogen, sind wir leider nicht viel weiter gekommen.

Als besonders hemmend erwiesen sich dabei immer wieder die Festlegungen in der Bayerischen Bauordnung, insbesondere die in Art. 52f formulierte "Stellplatzpflicht": Nach gängiger Verwaltungspraxis wurde dadurch eine Reduzierung der nachzuweisenden Stellplätze selbst für Bauprojekte, in denen mehr als die Hälfte der BewohnerInnen kein eigenes Auto besitzt, nicht zugelassen.

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"Was, Sie haben kein Auto?"

von Gunhild Preuß-Bayer, Initiative Wohnen ohne Auto, aus 'Green City News, Nr. 15, Dezember 2000', Green City e.V.)

Tram, Bundesbahn, Bus, Taxi, Car Sharing, Rikscha-Mobil, Call-a-Bike, oder Schusters Rappen, Kick-Board, Rollschuhe oder Skate-Board, S-Bahn, U-Bahn, Langlaufschi, Isarfloß, Kletterstiefel.... Wer über so viele Verkehrsmittel verfügt, braucht kein eigenes Auto. Und wer kein eigenes Auto hat, braucht auch keinen Platz zum Abstellen.

Sie wollen eine Wohnung bauen? Da brauchen Sie aber selbstverständlich einen Stellplatz dazu, das schreibt die bayerische Bauordnung vor, also genauer gesagt, in München brauchen Sie für 1 Wohnung 1 Garage, im Umland darfs auch ein bisserl mehr Garage sein.

Sie haben gar kein Auto? Hilft nix, Stellplatz muß sein. Als Tiefgarage fügt er sich ja auch ganz unauffällig in die Landschaft ein.

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