Presse

Ökologisch bauen - autofrei wohnen - energiesparend leben: Neue Häuser in der "Öko-Ecke"

(für die Riemer Stadtteilzeitung 'Take off', Ostern 2001)

Sicher haben Sie die Häuser der WEG "Autofrei Wohnen" an der Caroline-Herrschel-Straße schon gesehen. Gleich daneben liegen die Genossenschaftswohnungen der WOGENO, die ja nun seit Ende letzten Jahres bezogen sind.
Beides sind autofreie Wohnprojekte, bei denen die BewohnerInnen überwiegend auf einen eigenen PKW verzichten. Wie wir immer wieder hören, fühlen sich alle rundum wohl in ihrer neuen Umgebung und sind froh, sich ihren Traum vom autofreien Leben hier erfüllt zu haben.

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"Was, Sie haben kein Auto?"

von Gunhild Preuß-Bayer, Initiative Wohnen ohne Auto, aus 'Green City News, Nr. 15, Dezember 2000', Green City e.V.)

Tram, Bundesbahn, Bus, Taxi, Car Sharing, Rikscha-Mobil, Call-a-Bike, oder Schusters Rappen, Kick-Board, Rollschuhe oder Skate-Board, S-Bahn, U-Bahn, Langlaufschi, Isarfloß, Kletterstiefel.... Wer über so viele Verkehrsmittel verfügt, braucht kein eigenes Auto. Und wer kein eigenes Auto hat, braucht auch keinen Platz zum Abstellen.

Sie wollen eine Wohnung bauen? Da brauchen Sie aber selbstverständlich einen Stellplatz dazu, das schreibt die bayerische Bauordnung vor, also genauer gesagt, in München brauchen Sie für 1 Wohnung 1 Garage, im Umland darfs auch ein bisserl mehr Garage sein.

Sie haben gar kein Auto? Hilft nix, Stellplatz muß sein. Als Tiefgarage fügt er sich ja auch ganz unauffällig in die Landschaft ein.

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"Menschen, die ohne eigenes Auto leben (wollen) - gibt's doch gar nicht?!" "Wohnen ohne Auto" startet Bedarfsanalyse

(aus 'Münchner Stadtgespräche Nr.19 / Dezember 2000', die Zeitschrift des Umweltinstitut München e.V.)

In einer ganzen Reihe von europäischen und deutschen Städten sind in den letzten Jahren autofreie Wohnsiedlungen realisiert worden. Auch in München gibt es in der Messestadt Riem und am Kolumbusplatz drei erfolgreiche autofreie Modellprojekte. Ist also jetzt der Durchbruch geschafft? Kann, wer kein eigenes Auto braucht, auch eine Wohnung ohne Stellplatz kaufen oder mieten?

Um autofreie Projekte auf den Weg zu bringen, müssen verschiedene Rahmenbedingungen und Voraussetzungen gegeben sein. Dazu müssen mehrere Partner zusammenspielen:

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Nachhaltige Stadtentwicklung: das Beispiel Wohnen ohne Auto

(aus 'Münchner Stadtgespräche Nr.17 / Juli 2000', die Zeitschrift des Umweltinstitut München e.V.)

Auf der Konferenz "StadtVisionen", die im letzten Herbst in Freiburg stattfand, wurde ausführlich das Thema "nachhaltige Stadtentwicklung" diskutiert. Dabei wurden zehn Thesen entwickelt, die eine nachhaltige Stadt kennzeichnen.

In den meisten modernen Städten stellt das Thema "Verkehr" eines der zentralen Probleme der Stadtplanung dar. Eine Entwicklung mit dem Prädikat "Nachhaltigkeit" muss daher darauf abzielen, hier Lösungen zu finden, die ökologischen, ökonomischen und sozialen Ansprüchen gerecht werden. Damit lautet eine der zentralen Forderungen an eine nachhaltige Stadtentwicklung: "Die nachhaltige Stadt setzt zukunftsfähige Mobilitäts- und Verkehrskonzepte um".

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Autofreie Genossenschaftswohnungen in Riem: Gemeinschaft groß geschrieben

Grundsteinlegung mit Kommunalreferentin Friderich

"Gemeinschaft wird hier groß geschrieben und manches auch zusamm'n betrieben" sangen einige künftige Bewohner bei der Grundsteinlegung der Wohnungsgenossenschaft WOGENO in München-Riem. Mit dem À-Capella-Chor begrüßten sie Kommunalreferentin Gabriele Friderich und erläuterten auch gleich die Besonderheiten des ökologischen Wohnprojektes.

Was da zusammen betrieben wird, sind u.a. die Telefonanlage, das Solardach und auch Autos, wie es im Liedtext weiter heißt. Die künftigen Bewohner besitzen selbst keine Autos. Auf Tiefgaragenstellplätze verzichtet man daher und spart Kosten. Standort der Car-Sharing-Fahrzeuge, die den Bewohnern bei Bedarf zur Verfügung stehen ist die nahegelegene Großgarage.

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Grundsteinlegung für autofreie Genossenschaftswohnungen in Riem: Potenzial noch nicht ausgeschöpft

Autofreie Wohnprojekte in vielen Städten

Am heutigen Dienstag findet in Riem im Beisein von Kommunalreferentin Gabriele Friderich die Grundsteinlegung für 27 autofreie Genossenschaftswohnungen der WOGENO statt. Zusammen mit den bereits fertiggestellten autofreien Eigentumswohnungen werden sie ein Ensemble mit zunächst rund 40 Wohneinheiten bilden. Ein weiteres Vorhaben mit mindestens 15 Eigentumswohnungen ist zur Zeit in Planung und wird sich voraussichtlich unmittelbar nördlich anschließen.

In mehreren anderen Städten stehen autofreie Wohnprojekte kurz vor der Fertigstellung oder sind bereits bezogen. Meist handelt es sich dabei um wesentlich größere Projekte mit jeweils einigen Hundert Wohneinheiten.

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Freizeitmobilität - ohne Auto?

(aus 'Münchner Stadtgespräche Nr.11 / Mai 1999', die Zeitschrift des Umweltinstitut München e.V.)

"Da hat man nun ein so unkultivierbares Zuhause, und dann fehlt einem auch noch das Auto, um es verlassen zu können."

Freizeitmobilität nimmt zu. Bereits heute werden ca. 40% aller Wege und 50% aller Personenkilometer in der Freizeit zurückgelegt.

FUHRER/ KAISER untersuchten die Hintergründe der Freizeitmobilität am Beispiel der Stadt Bern (Schweiz) und fanden heraus, daß die Ursachen der zunehmenden Freizeitmobilität in der ”Unkultivierbarkeit” des Zuhauses liegen. Die erhöhte Mobilität in der Freizeit ist also Folge eines Wohnproblems.

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Individuell und autofrei durch's Ziel

(aus 'Münchner Stadtgespräche Nr.11 / Mai 1999', die Zeitschrift des Umweltinstitut München e.V.)

Das erste autofreie Wohnprojekt hat in Riem Gestalt angenommen. 14 private Bauherren haben zusammen mit der Initiative, Wohnen ohne Auto' und dem Architekturbüro Philipp und Hofmann in Haidhausen ihre Ideen verwirklicht. Circa 180 weitere Wohnungen sollen -einem Stadtratsbeschluss folgend - unter diesem Aspekt entstehen.

Ein Gespräch über Anstrengungen und Erfahrungen

M.S: Was Ist das besondere am autofreien Wohnen?

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Exotischer Lebensstil in der Messestadt Riem

(aus 'Gesundheitsladen Rundbrief 4/99')

"Ohne Auto gilt man hier schon als sehr exotisch", so die Erfahrung der "Autofreien". Und wenn man die Situation vor Ort sieht, kann man diese Einschätzung gut nachvollziehen: eigentlich geplant als Stadtteil der kurzen Wege ist davon momentan noch nichts zu merken: es gibt keinen Laden, keine Kneipe, keine Wertstoffcontainer, keine Ärzte und keine Apotheke, ja nicht einmal einen Briefkasten oder eine Telefonzelle.

Wenigstens ist die U-Bahn fertiggestellt, die einen guten Anschluss zur Innenstadt bzw. zum Ostbahnhof bietet. Die meisten benutzen sie für den Weg zur Arbeit und für größere Besorgungen.

Um die Dinge des täglichen Lebens zu erledigen, muss man mindestens bis nach Trudering. Mit dem Fahrrad dauert das 5 bis 10 Minuten; mit Kleinkindern im Anhänger oder im Fahrradsitz dauert es länger und wird als ziemlich anstrengend eingeschätzt.

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Nicht nur Broschüren verteilen

Nicht auf das Verteilen von Informationsbroschüren beschränken will sich die Initiative "Wohnen ohne Auto", die beim Messe-Opening in München-Riem mit einem Stand im Themenpark Gesundheit und Umwelt (Halle B2) vertreten ist.

Mit einer Theater-Aktion macht die Initiative, die sich für die Einrichtung autofreier und autoarmer Stadtteile einsetzt, auf ihr Anliegen aufmerksam. Eine Gruppe von Schauspielern verdeutlicht das trockne Thema mit Mitteln von Pantomime, Satire und Tanztheater. Dabei handelt es sich nicht um eine Theateraufführung im herkömmlichen Sinn, vielmehr findet die Aktion, ähnlich wie beim Straßentheater, inmitten des Hallenpublikums statt.

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