Baugruppe

Modell Riem

Vorwort

Knapp ein Viertel der Münchner Haushalte kommt ohne eigenes Auto aus - und trotzdem bieten weder Stadtplanung noch Wohnungswirtschaft Konzepte an, die den Bedürfnissen dieser Zielgruppe gerecht werden. In anderen Großstädten ist die Situation ähnlich.
Die Münchner Initiative "Wohnen ohne Auto" will dieser autozentrierten Stadtentwicklung entgegenwirken und hat in München-Riem zusammen mit der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) "Autofrei wohnen", der Genossenschaft WOGENO und der Landeshauptstadt ein Modellprojekt entwickelt.

Der Standard
Im Normalfall muss für jede neu gebaute Wohnung in München mindestens ein Auto-Stellplatz nachgewiesen werden. Dies hat zur Folge, dass die Kosten für Stellplätze auf alle Wohnungen umgelegt werden, und so zahlen auch jene Bewohner für die Autos, die selbst keines besitzen.

Baugemeinschaft Domus suavis - Autofreies Passivhaus

Logo Domus suavis

Die Baugemeinschaft Domus suavis möchte ein Passivhaus mit 6 - 8 Wohneinheiten in München errichten. Ziel ist eine möglichst große Energieeffizienz. Dazu gehört auch eine energiesparende Mobilität, deshalb soll die Zahl der Stellplätze möglichst gering gehalten werden. Das Projekt ist deshalb insbesondere auch für Haushalte ohne Auto interessant.

Es gibt erste Vorplanungen, derzeit wird ein Grundstück gesucht.

Weitere Informationen bei WoA oder unter www.domussuavis.de.

Tags: 

Exotischer Lebensstil in der Messestadt Riem

(aus 'Gesundheitsladen Rundbrief 4/99')

"Ohne Auto gilt man hier schon als sehr exotisch", so die Erfahrung der "Autofreien". Und wenn man die Situation vor Ort sieht, kann man diese Einschätzung gut nachvollziehen: eigentlich geplant als Stadtteil der kurzen Wege ist davon momentan noch nichts zu merken: es gibt keinen Laden, keine Kneipe, keine Wertstoffcontainer, keine Ärzte und keine Apotheke, ja nicht einmal einen Briefkasten oder eine Telefonzelle.

Wenigstens ist die U-Bahn fertiggestellt, die einen guten Anschluss zur Innenstadt bzw. zum Ostbahnhof bietet. Die meisten benutzen sie für den Weg zur Arbeit und für größere Besorgungen.

Um die Dinge des täglichen Lebens zu erledigen, muss man mindestens bis nach Trudering. Mit dem Fahrrad dauert das 5 bis 10 Minuten; mit Kleinkindern im Anhänger oder im Fahrradsitz dauert es länger und wird als ziemlich anstrengend eingeschätzt.

Tags: 

RSS - Baugruppe abonnieren