Riem

Autofreie Genossenschaftswohnungen in Riem: Gemeinschaft groß geschrieben

Grundsteinlegung mit Kommunalreferentin Friderich

"Gemeinschaft wird hier groß geschrieben und manches auch zusamm'n betrieben" sangen einige künftige Bewohner bei der Grundsteinlegung der Wohnungsgenossenschaft WOGENO in München-Riem. Mit dem À-Capella-Chor begrüßten sie Kommunalreferentin Gabriele Friderich und erläuterten auch gleich die Besonderheiten des ökologischen Wohnprojektes.

Was da zusammen betrieben wird, sind u.a. die Telefonanlage, das Solardach und auch Autos, wie es im Liedtext weiter heißt. Die künftigen Bewohner besitzen selbst keine Autos. Auf Tiefgaragenstellplätze verzichtet man daher und spart Kosten. Standort der Car-Sharing-Fahrzeuge, die den Bewohnern bei Bedarf zur Verfügung stehen ist die nahegelegene Großgarage.

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München Riem: Autofreie Wohnungen bald bezugsfertig

Am Samstag, 29.05.99, besteht anlässlich der U-Bahn-Eröffnung die Möglichkeit zur Besichtigung der ersten autofreien Wohnungen in Riem. Der Architekt Claus Hofmann führt durch den Komplex mit 14 Wohneinheiten, die kurz vor der Fertigstellung stehen. Zusammen mit Vertretern der Wohneigentümergemeinschaft "Autofrei Wohnen" gibt er Interessierten Auskunft über das innovative Projekt.

Keine Planungsbrache

In Neu-Riem hat das Architektenteam Claus Hofmann und Stephan Philipp in mehrfacher Hinsicht Neuland betreten. So galt es, die komplizierten rechtlichen Fragen zu klären, um die Autofreiheit sicherzustellen und der Landesbauordnung zu genügen. In Gesprächen mit der Stadt und allen Beteiligten wurde schließlich eine Regelung gefunden, bei der keine Flächen für eine mögliche Stellplatz-Nachrüstung vorgehalten werden müssen. Eine solche Brache für Stellplätze hätte die städtebaulichen Möglichkeiten des Konzeptes stark eingeengt und hohe Kosten verursacht.

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Exotischer Lebensstil in der Messestadt Riem

(aus 'Gesundheitsladen Rundbrief 4/99')

"Ohne Auto gilt man hier schon als sehr exotisch", so die Erfahrung der "Autofreien". Und wenn man die Situation vor Ort sieht, kann man diese Einschätzung gut nachvollziehen: eigentlich geplant als Stadtteil der kurzen Wege ist davon momentan noch nichts zu merken: es gibt keinen Laden, keine Kneipe, keine Wertstoffcontainer, keine Ärzte und keine Apotheke, ja nicht einmal einen Briefkasten oder eine Telefonzelle.

Wenigstens ist die U-Bahn fertiggestellt, die einen guten Anschluss zur Innenstadt bzw. zum Ostbahnhof bietet. Die meisten benutzen sie für den Weg zur Arbeit und für größere Besorgungen.

Um die Dinge des täglichen Lebens zu erledigen, muss man mindestens bis nach Trudering. Mit dem Fahrrad dauert das 5 bis 10 Minuten; mit Kleinkindern im Anhänger oder im Fahrradsitz dauert es länger und wird als ziemlich anstrengend eingeschätzt.

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