Freizeitmobilität - ohne Auto?

(aus 'Münchner Stadtgespräche Nr.11 / Mai 1999', die Zeitschrift des Umweltinstitut München e.V.)

"Da hat man nun ein so unkultivierbares Zuhause, und dann fehlt einem auch noch das Auto, um es verlassen zu können."

Freizeitmobilität nimmt zu. Bereits heute werden ca. 40% aller Wege und 50% aller Personenkilometer in der Freizeit zurückgelegt.

FUHRER/ KAISER untersuchten die Hintergründe der Freizeitmobilität am Beispiel der Stadt Bern (Schweiz) und fanden heraus, daß die Ursachen der zunehmenden Freizeitmobilität in der ”Unkultivierbarkeit” des Zuhauses liegen. Die erhöhte Mobilität in der Freizeit ist also Folge eines Wohnproblems.

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Individuell und autofrei durch's Ziel

(aus 'Münchner Stadtgespräche Nr.11 / Mai 1999', die Zeitschrift des Umweltinstitut München e.V.)

Das erste autofreie Wohnprojekt hat in Riem Gestalt angenommen. 14 private Bauherren haben zusammen mit der Initiative, Wohnen ohne Auto' und dem Architekturbüro Philipp und Hofmann in Haidhausen ihre Ideen verwirklicht. Circa 180 weitere Wohnungen sollen -einem Stadtratsbeschluss folgend - unter diesem Aspekt entstehen.

Ein Gespräch über Anstrengungen und Erfahrungen

M.S: Was Ist das besondere am autofreien Wohnen?

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Exotischer Lebensstil in der Messestadt Riem

(aus 'Gesundheitsladen Rundbrief 4/99')

"Ohne Auto gilt man hier schon als sehr exotisch", so die Erfahrung der "Autofreien". Und wenn man die Situation vor Ort sieht, kann man diese Einschätzung gut nachvollziehen: eigentlich geplant als Stadtteil der kurzen Wege ist davon momentan noch nichts zu merken: es gibt keinen Laden, keine Kneipe, keine Wertstoffcontainer, keine Ärzte und keine Apotheke, ja nicht einmal einen Briefkasten oder eine Telefonzelle.

Wenigstens ist die U-Bahn fertiggestellt, die einen guten Anschluss zur Innenstadt bzw. zum Ostbahnhof bietet. Die meisten benutzen sie für den Weg zur Arbeit und für größere Besorgungen.

Um die Dinge des täglichen Lebens zu erledigen, muss man mindestens bis nach Trudering. Mit dem Fahrrad dauert das 5 bis 10 Minuten; mit Kleinkindern im Anhänger oder im Fahrradsitz dauert es länger und wird als ziemlich anstrengend eingeschätzt.

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Nicht nur Broschüren verteilen

Nicht auf das Verteilen von Informationsbroschüren beschränken will sich die Initiative "Wohnen ohne Auto", die beim Messe-Opening in München-Riem mit einem Stand im Themenpark Gesundheit und Umwelt (Halle B2) vertreten ist.

Mit einer Theater-Aktion macht die Initiative, die sich für die Einrichtung autofreier und autoarmer Stadtteile einsetzt, auf ihr Anliegen aufmerksam. Eine Gruppe von Schauspielern verdeutlicht das trockne Thema mit Mitteln von Pantomime, Satire und Tanztheater. Dabei handelt es sich nicht um eine Theateraufführung im herkömmlichen Sinn, vielmehr findet die Aktion, ähnlich wie beim Straßentheater, inmitten des Hallenpublikums statt.

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Autofreie Stadtquartiere

(aus 'Münchner Stadtgespräche 3/1997', die Zeitschrift des Umweltinstitut München e.V.)

Beim Verkehr verhält sich die Bevölkerung weitaus intelligenter als die Politik es wahrhaben will. Dieses intelligente Verkehrsverhalten zu fördern ist ein vordringliches Anliegen der Initiative "Wohnen ohne Auto", einer Gemeinschaftsinitiative Münchner Umwelt- und Verkehrsverbände.

mmer mehr Menschen legen Wert auf gesundes Wohnen und ein attraktives, d.h. grünes und ruhiges, Wohnumfeld.

Zusätzliche Verkehrsbelastungen durch Neubauprojekte in der Stadt werden von den Anwohnem nicht mehr akzeptiert.

 

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Bilanz nach 1 Jahr: Wunsch nach neuer Urbanität vorhanden

"Autofreie Siedlungen sind eine realistische Option für die zukünftige Stadtplanung. Sie können sich zu einem wirtschaftlich attraktiven Segment des Wohnungsmarktes entwickeln". Diese Bilanz zieht die Initiative "Wohnen ohne Auto" (WoA) aus ihrer bisherigen Arbeit.

Vor gut einem Jahr hatte die Initiative, ein Zusammenschluss Münchner Umwelt- und Verbraucherverbände, Interessenten an autofreien Siedlungen aufgerufen, ihre Bereitschaft zum Verzicht auf den privaten Autobesitz zu erklären. Damit sollte der Bedarf an der neuartigen Wohnform nachgewiesen werden.

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