12 Jahre Wohnen ohne Auto: Von einem, der auszog, ohne Auto zu wohnen

in Nahfairkehr 2007

Anfang der 90er Jahre wurde in Deutschland erstmals das Konzept vom autofreien Wohnen diskutiert und recht bald begann man sich auch in München dafür zu interessieren: Die Idee schien bestechend einfach: Haushalte, die kein eigenes Auto besitzen (und das sind in München um die 30%!!), sollten in einer Umgebung ohne Autos wohnen können und keine Stellplätze bauen müssen. Eine win-win-Situation für alle Seiten:

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Thesenpapier: Autofreies Wohnen – Alternative Mobilität

Wer ist die Initiative „Wohnen ohne Auto“?

„Wohnen ohne Auto“ ist eine Initiative von Münchner Umwelt- und Verkehrsverbänden, die 1995 gestartet wurde. Ausgangspunkt war die Überlegung, dass es einerseits viele Haushalte gibt, die über kein eigenes Auto verfügen und damit ihre Mobilität in einer überdurchschnittlich umweltfreundlichen Weise organisieren, dass aber andererseits Stadtplanung und Wohnungswirtschaft diese Gruppe ignorieren. Die Initiative versteht sich eher als Vermittlerin zwischen den Akteueren und will Projekte „anschieben“; sie tritt selbst nicht als Bauherr auf.

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Wohnen ohne Auto: Novelle der Bayerischen Bauordnung

(in Nahfairkehr des VCD KV München, Nr. 1, April 2004)

Zuerst die gute Nachricht: Das dritte autofreie Wohnprojekt in der Messestadt Riem ist nun endlich in Bau und schon diesen Sommer werden die ersten Familien einziehen können. Die schlechte Nachricht: Bei der Verwirklichung andere autofreier bzw. autoarmer Bauvorhaben, wie z. B. am Ackermannbogen, sind wir leider nicht viel weiter gekommen.

Als besonders hemmend erwiesen sich dabei immer wieder die Festlegungen in der Bayerischen Bauordnung, insbesondere die in Art. 52f formulierte "Stellplatzpflicht": Nach gängiger Verwaltungspraxis wurde dadurch eine Reduzierung der nachzuweisenden Stellplätze selbst für Bauprojekte, in denen mehr als die Hälfte der BewohnerInnen kein eigenes Auto besitzt, nicht zugelassen.

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Ökologisch bauen - autofrei wohnen - energiesparend leben: Neue Häuser in der "Öko-Ecke"

(für die Riemer Stadtteilzeitung 'Take off', Ostern 2001)

Sicher haben Sie die Häuser der WEG "Autofrei Wohnen" an der Caroline-Herrschel-Straße schon gesehen. Gleich daneben liegen die Genossenschaftswohnungen der WOGENO, die ja nun seit Ende letzten Jahres bezogen sind.
Beides sind autofreie Wohnprojekte, bei denen die BewohnerInnen überwiegend auf einen eigenen PKW verzichten. Wie wir immer wieder hören, fühlen sich alle rundum wohl in ihrer neuen Umgebung und sind froh, sich ihren Traum vom autofreien Leben hier erfüllt zu haben.

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Ein "Ökohaus" fast ohne Energiebedarf entsteht in München-Riem: Das Passivhaus

Extrem isoliert gegen Kälte, ist es doch atmungsaktiv und luftig.
(für 'Münchner Stadtgespräche Nr.20 / Februar 2001', Umweltinstitut München e.V.)

Gebauter Klimaschutz

Der Benzinpreis stieg, die Medien machten aus vielen privaten Seufzern ein Ereignis, die "Benzinwut". Die Politik reagierte umgehend. Einige interessante Dinge hat die Benzinpreisdiskussion ans Licht gefördert: Da erfuhren wir endlich auch aus der Zeitung, Erdöl reiche nur noch 40 Jahre, und auch Erdgasvorräte seien begrenzt, der Preis fossiler Energieträger werde auf jeden Fall steigen, selbst wenn der Euro stärker werden sollte. Leider war schon nach wenigen Monaten das Thema wieder vergessen oder fand sich ganz unverknüpft als "Mietnebenkosten steigen - Gemeinheit !!!" wieder.

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"Was, Sie haben kein Auto?"

von Gunhild Preuß-Bayer, Initiative Wohnen ohne Auto, aus 'Green City News, Nr. 15, Dezember 2000', Green City e.V.)

Tram, Bundesbahn, Bus, Taxi, Car Sharing, Rikscha-Mobil, Call-a-Bike, oder Schusters Rappen, Kick-Board, Rollschuhe oder Skate-Board, S-Bahn, U-Bahn, Langlaufschi, Isarfloß, Kletterstiefel.... Wer über so viele Verkehrsmittel verfügt, braucht kein eigenes Auto. Und wer kein eigenes Auto hat, braucht auch keinen Platz zum Abstellen.

Sie wollen eine Wohnung bauen? Da brauchen Sie aber selbstverständlich einen Stellplatz dazu, das schreibt die bayerische Bauordnung vor, also genauer gesagt, in München brauchen Sie für 1 Wohnung 1 Garage, im Umland darfs auch ein bisserl mehr Garage sein.

Sie haben gar kein Auto? Hilft nix, Stellplatz muß sein. Als Tiefgarage fügt er sich ja auch ganz unauffällig in die Landschaft ein.

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"Menschen, die ohne eigenes Auto leben (wollen) - gibt's doch gar nicht?!" "Wohnen ohne Auto" startet Bedarfsanalyse

(aus 'Münchner Stadtgespräche Nr.19 / Dezember 2000', die Zeitschrift des Umweltinstitut München e.V.)

In einer ganzen Reihe von europäischen und deutschen Städten sind in den letzten Jahren autofreie Wohnsiedlungen realisiert worden. Auch in München gibt es in der Messestadt Riem und am Kolumbusplatz drei erfolgreiche autofreie Modellprojekte. Ist also jetzt der Durchbruch geschafft? Kann, wer kein eigenes Auto braucht, auch eine Wohnung ohne Stellplatz kaufen oder mieten?

Um autofreie Projekte auf den Weg zu bringen, müssen verschiedene Rahmenbedingungen und Voraussetzungen gegeben sein. Dazu müssen mehrere Partner zusammenspielen:

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Nachhaltige Stadtentwicklung: das Beispiel Wohnen ohne Auto

(aus 'Münchner Stadtgespräche Nr.17 / Juli 2000', die Zeitschrift des Umweltinstitut München e.V.)

Auf der Konferenz "StadtVisionen", die im letzten Herbst in Freiburg stattfand, wurde ausführlich das Thema "nachhaltige Stadtentwicklung" diskutiert. Dabei wurden zehn Thesen entwickelt, die eine nachhaltige Stadt kennzeichnen.

In den meisten modernen Städten stellt das Thema "Verkehr" eines der zentralen Probleme der Stadtplanung dar. Eine Entwicklung mit dem Prädikat "Nachhaltigkeit" muss daher darauf abzielen, hier Lösungen zu finden, die ökologischen, ökonomischen und sozialen Ansprüchen gerecht werden. Damit lautet eine der zentralen Forderungen an eine nachhaltige Stadtentwicklung: "Die nachhaltige Stadt setzt zukunftsfähige Mobilitäts- und Verkehrskonzepte um".

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Messestadt Riem: Richtfest für 27 weitere autofreie Wohnungen

Im Gegensatz zum städtischen Parkraumkonzept funktioniert die Autofreiheit in der Messestadt problemlos

Die 27 autofreien Wohnungen der WOGENO in der Messestadt Riem sind im Rohbau fertig. Am kommenden Donnerstag wird Richtfest gefeiert.

Das in Niedrigenergiebauweise erstellte Haus ist weitgehend barrierefrei erschlossen. Auf dem Dach wird eine Photovoltaik-Anlage installiert.

Die künftigen Bewohner besitzen keine privaten Autos und nutzen stattdessen bei Bedarf ein Car-Sharing-Fahrzeug. Dadurch konnte auf Tiefgaragenstellplätze verzichtet werden. So ist Platz für eine ganze Reihe von Gemeinschaftsräumen im Souterrain, der sonst nicht zur Verfügung gestanden hätte.

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