"Autos in den Städten sind so was von gestern" schreibt die Zeit

Es wird dringend Zeit, die Städte von privaten Pkw zu befreien.

Ein Gastbeitrag von Weert Canzler und Andreas Knie 2. April 2017

[Autos stehen 94 Prozent ihrer theoretisch nutzbaren Zeit einfach nur herum, meist auf öffentlichem Grund.

Feinstaubalarm, Dauerstaus, Parkplatzsuche, Lärm und kaum Platz für Fußgänger und Radler: Das sind die Folgen der Massenmotorisierung. Die autogerechte Stadt ist ein längst überholtes Leitbild aus den 1960er und 1970er Jahren, doch die Ergebnisse seiner Umsetzung spüren wir heute mehr denn je. Die Schäden sind immens, nicht nur für die Luft in den Städten, die der Redensart nach eigentlich frei machen soll. Das Wohnen an lauten Straßen bringt Krankheiten, Wohnbezirke werden durch breite Straßen zerschnitten, Kinder und Alte in Parks und umzäunte Spielplätze verbannt.

Die jahrzehntelange automobilfreundliche Politik hat aber nicht nur den Raum getötet und die Aufenthaltsqualität des Stadtraumes gemindert, viel gravierender sind die mentalen Spuren. Viele Autofahrer finden es völlig selbstverständlich, dass sie öffentliche Straßen für private Zwecke nutzen, dabei Lärm machen und Raum beanspruchen. Als ob es ein Naturrecht auf einen eigenen, natürlich kostenlosen Stellplatz gäbe.

Doch nun ist langsam Feierabend mit dieser Fixierung auf das private Auto......

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